H i s t o r i s c h e  O r t e


Entdeckt auf unserer persönlichen »Route der Backsteingotik« die verborgene Schatzkammern der Region! Sie führen zu charmanten kleinen Städtchen, in der die Zeit glücklicherweise eine lange Pause eingelegt hat.


So ist etwa die Gesamtanlage mit Dom, Kreuzgang und Klosterbauten in Ratzeburg europaweit eines der am vollständigsten erhaltenen Ensembles der Spätromanik, Gadebusch darf sich mit seiner imposanten und ältesten Hallenkirche Mecklenburgs glücklich schätzen, Rhena und Zarrentin erfreuen sich uralter, gut erhaltener und heute liebevoll sanierter Klosteranlagen, in Mölln geben viele denkmalgeschützte Fassaden einen lebendigen Eindruck der einstigen wirtschaftlichen Bedeutung im Salzhandel zwischen Lüneburg und Lübeck. Meist idyllisch auf einer Anhöhe gelegen, umgeben von kleinen Flüssen oder großen Seen, lassen sich die, in ihrer Größe überschaubaren, historischen Stadtkerne gut in kleinen Spaziergängen erkunden.

G a d e b u s c h


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Willkommen in einer der ältesten Städte Mecklenburgs! Der historische Stadtkern erstreckt sich zwischen Burgsee und dem Flüsschen Radegast auf zwei Erhebungen, der die Altstadt beherrschenden Bauten, die Kirche, das Rathaus und das Schloss, trägt. Gelegen an der bedeutenden Handelsroute zwischen Lübeck, Wismar und Schwerin entwickelte die Stadt nach seiner Gründung 1225 rasch wirtschaftliche Bedeutung, bot mecklenburgischen Fürsten sowie Herzog Christoph, dem Bischof von Ratzeburg eine Heimat, der den Bau des Schlosses veranlasste. (Start/Ziel: Marktplatz)

O U T D O O R A C T I V E


Strauß Strauss Willkommen Schaalsee Biosphärenreservat Natur Ruhe Sanfter Tourismus Wohnen alt historisch gemütlich authentisch einfach ländlich Mecklenburg Leib & Seele Ferienwohnung Apartment Heu Hostel Herberge B&B Touren Guide Rathaus Gadebusch

Rathaus und Marktplatz. Eines der ältesten Profanbauten Mecklenburgs, 1340 als Zweckbau für den Kaufmannsstand erbaut, erhielt im Zuge einer Umnutzung zum Gericht 1580 das Ratsdienerhaus im Fachwerkstil, (welches damit das älteste Wohnhaus von Gadebusch ist, zu finden an der rückseitigen Fassade) und 1618 seinen zum Marktplatz gewendeten prächtigen Renaissancegiebel (Foto) mit seiner fast lauschigen Gerichtslaube, einer von zwei Rundbögen eingerahmten Vorhalle. Das Obergeschoss beherbergte einst das Stadtgefängnis, bis heute ist die Originalgefängnistür mit Essenluke erhalten geblieben. In der Tür ist die Inschrift eines ehemaligen Häftlings zu erkennen. Ironie der Geschichte, das dieses besondere Ensemble, heute bestens saniert, in den 1920iger Jahren durch einen Neubau ersetzt werden sollte und das Vorhaben, finanziell gesichert, nur durch die einsetzende Inflation verhindert wurde!


Strauß Strauss Willkommen Schaalsee Biosphärenreservat Natur Ruhe Sanfter Tourismus Wohnen alt historisch gemütlich authentisch einfach ländlich Mecklenburg Leib & Seele Ferienwohnung Apartment Heu Hostel Herberge B&B Touren Guide Gadebusch Kirche

Kirche St. Jakob und St. Dionysius. Die Stadtkirche, als ein Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft, ist um 1200 auf einer Anhöhe erbaut worden, von Osten nach Westen in verschiedenen Bauphasen erweitert. Der dreijochige Gründungsbau ist einer der frühesten Back­steinkirchen im nordwestlichen Mecklenburg. Vorbild waren westfälische Hallenkirchen, deren Art bestimmt wird durch gleich hohe Kirchenschiffe. Achtet einmal auf das, für Mecklenburg einmalige, große Rundfenster mit der romanischen Rosette aus Bronzeguss oder, gegenüber im Chor, die Reste spätgotischer Glasmalereien. Der niedrige Westturm aus dem Ende des 13. Jh. ist bekrönt mit einem achtseitigen Pyramidenhelm. Von den verschiedenen Kapellen ist die westliche »Kö­nigskapelle« von 1423 besonders sehenswert, gestiftet von Agnes, Königin von Schweden und Herzogin von Mecklenburg. Die Innenausstattung der Kirche stammt zum größten Teil aus dem 15. und 17. Jh. Der aus dem Jahr 1450 stammende, auf drei knienden Engeln ruhende, kunstvoll gearbeitete, runde Taufkessel ist wohl das wertvollste Ausstattungs­stück, dessen Außenseite Darstellungen aus dem neuen Testament zieren. Uns berührt immer der Anblick der Triumphkreuzgruppe auf dem Querbalken zwischen Chor und Kirchenschiff.


Strauß Strauss Willkommen Schaalsee Biosphärenreservat Natur Ruhe Sanfter Tourismus Wohnen alt historisch gemütlich authentisch einfach ländlich Mecklenburg Leib & Seele Ferienwohnung Apartment Heu Hostel Herberge B&B Touren Guide Gadebusch Bahnhof

Weiter über die »Steinstraße«, der abzweigenden Bahnhofstraße (oder alternativ längst des Uferweges) zum Bahnhof (Foto). Am 12. Oktober 1897 wurde der einfahrende, girlandengeschmückte Zug der »Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn« begeistert in Gadebusch begrüßt, die nun Schwerin mit Rhena verband. Der liebevoll restaurierte denkmalgeschützte Bahnhof mit seinem historischen Warteraum, der Schalterhalle und der kleinen Gaststätte lässt ein wenig die stolze Begeisterung erahnen, mit der dieses Ereignis kommentiert wurde: »Wir haben heute einen Gast in unserer Ortschaft empfangen, den wir schon längst ersehnten. Mit Pusten und Schnauben kam er gezogen, er speite Rauch und Flammen, unheimliches Rollen und Donnern sind seine Vorboten, und doch haben wir diesen Fremdling mit Freude begrüßt. Die erste Lokomotive, den ersten Zug...« (Dorfschulze Brommer aus Warnitz)


Strauß Strauss Willkommen Schaalsee Biosphärenreservat Natur Ruhe Sanfter Tourismus Wohnen alt historisch gemütlich authentisch einfach ländlich Mecklenburg Leib & Seele Ferienwohnung Apartment Heu Hostel Herberge B&B Touren Guide Gadebusch Schloss

Rasch erreicht Ihr den Burgsee, auf dem sich einst eine Wasserburg befand. Der Name Gadebusch soll aus dem Warnruf »Ga to Busch« entstanden sein, um sich vor den übersetzenden Raubrittern in den Büschen in Sicherheit zu bringen. Über einen schönen Uferweg gelangt Ihr heute völlig gefahrenlos zum Schloss, das 1570 auf Veranlassung des Herzogs Christoph von Mecklenburg im Stil norddeutscher Backsteinrenaissance auf dieser ehemaligen Ringwallburg entstanden ist. Dieser Baustil ist gekennzeichnet durch Fassadenausschmückungen mit Terrakotten (Foto), die in der berühmten Lübecker Werkstatt des Niederländers Statius von Düren (siehe auch: Schwerin, Wismar und Lübeck) hergestellt worden sind. Am Treppenhaus sind einige hanseatische Wappen zu sehen und am Hauptbau entdecken Sie religiöse Darstellungen und Medaillons mit Brustbildern deutscher Fürsten und Frauen in Renaissance-Trachten. Nach einer wechselvollen Vergangenheit wird dieses Kleinod nun dringend aus dem viel zu lange dauernden Dornröschenschlaf geweckt und endlich saniert.
       Für alle die nun neugierig auf die Stadtgeschichte geworden sind befindet sich  gegenüber dem Schloss in der ehemaligen Amtsscheune heute die Museumsanlage Gadebusch. Zurück zum nahen Startpunkt gelangt Ihr über die Amtsstraße.

R a t z e b u r g


Strauß Strauss Willkommen Schaalsee Biosphärenreservat Natur Ruhe Sanfter Tourismus Wohnen alt historisch gemütlich authentisch einfach ländlich Mecklenburg Leib & Seele Ferienwohnung Apartment Heu Hostel Herberge B&B Touren Guide Ratzeburg Dom Insel

Auf den Spuren der »Göttin der Schönheit«!  Auf einer slawischen Kultstätte zu Ehren der Göttin Siwa zauberhaft auf einer Insel im Ratzeburger See gelegen, bauten gottesfürchtige Christen ein wahrhaft eindrucksvolles Monument ihres Glaubens! Die Gesamtanlage mit Dom, Kreuzgang und Klosterbauten ist bis heute eines der am vollständigsten erhaltenen Ensembles der Spätromanik in ganz Europa! Der Domhalbinsel gegenüber entstand um den Markt herum später eine symmetrisch angelegte Barockstadt, die einige beachtliche Gebäude hinterließ.

O U T D O O R A C T I V E


Alles auf Anfang! Ratibor, genannt »Ratse«, errichtete hier auf der Insel im Ratzeburger See im 11.Jh eine Ringwallanlage, auf der die Slawen, hier Polaben genannt, die Göttin Siwa (Göttin der Schönheit) verehrten. Gleich gegenüber an weit sichtbaren Stelle, auf einer Anhöhe an der Westseite des Ratzeburger Sees, errichteten nun Christen des Benedektinerordens eine Kultstätte ihres Glaubens. Nachdem die erste Kirche von den Slawen zerstört wurde, entstand im 12. Jh. dann mit St. Georg die älteste Kirche im Herzogtum Lauenburg, quasi der Prototyp der Feldsteinkirchen, wie sie später auch hier im Schaalseengebiet mit ihrem typisch werdenden Rechteckchor Einzug fand. Sehr alt, sehr sehenswert, aber nicht Teil unseres Rundgangs, der sich auf den inselseitigen Teils Ratzeburg beschränkt.


Startet diese Tour am ehemaligen Gymnasium mit der viel versprechenden Adresse »Unter den Linden 1«, ein Mitte des 19. Jh. im »florentinischen Stil« errichteter monumentaler zweigeschossiger Putzbau, der heute als Rathaus und Touristeninformation genutzt wird. Folgt nun der Lindenallee Richtung Zentrum, vorbei an dem früheren Offizialhaus der Regierungsbeamten aus dem Ende des 17. Jh. (Herrenstraße 9) und erreicht über die Barlachstraße dass ländliche Wohnhaus mit gartenseitigen Säulen im »toskanischen Stil«, von einem dänischen Architekten 1840 gebaut, in dem der Bildhauer, Zeichner und Dichter Ernst Barlach seine Jugend verbrachte. Es beherbergt heute ein Museum, das sich mit dem Frühwerk eines der wichtigsten Vertreter des deutschen Expressionismus, befasst.


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Gleich nebenan befindet sich eine der ungewöhnlichsten Kirchen der Region, die 1791 fertiggestellte Stadtkirche St. Petri ist die einzige Querschiffkirche in Norddeutschland. Gleich beim Betreten irritiert diese Raumaufteilung, wiederspricht sie doch deutlich der gewohnten Struktur von Kirchenräumen (Foto). Irritierend sind auch die in einer vertikalen Achse befindlichen Anordnung von Altar, Kanzel und Orgel. Auch verwirren die zweckmäßig nüchternen zweigeschossigen Holzemporen, die drei Seiten des Raumes umziehen. Wahrscheinlich bot dieser radikale Kirchenentwurf die willkommene Gelegenheit, unweit des romanischen Domes, mit einem derart kühnen Gegenentwurf sich abzugrenzen. Unbedingt ansehen! Der angrenzende rechtwinklige Marktplatz wird dominiert von einigen selbstbewusst repräsentativen historischen Gebäuden: die klassizistische einstige »Regierungskanzlei« (Am Markt 10), ursprünglich ein nicht verputzter Backsteinbau, gleich nebenan die ehemalige »Hauptwache« (Am Markt 9) mit einer von zwei dorischen Säulen flankierten Vorhalle aus dem frühen 19. Jh. und an der nördlichen Platzseite das frühere »Rathaus« (Am Markt 1) im Rundbogenstil von 1843. Dienstags findet ein kleiner Wochenmarkt statt. Von dem  großen Marktplatz dessen Straßen rechtwinklig abgehen, lässt sich sehr gut die einstige achsiale geometrische Anlage der Barockstadt ablesen, die notwendig wurde, nachdem das befestigte mittelalterliche Stadtbild mit Ausnahme des Domes und wenigen Gebäuden, in kriegerischen Auseinandersetztungen von dänischen Truppen vor über 300 Jahren vollkommen zerstört wurde. Man entschied sich dann, sie nach dem Vorbild Mannheims, das Zukunftlabors der Zeit in Sachen städtischen Wohnen, in achsialer Ausrichtung wieder zu errichten. Ein wenig verwundert es, dass nur noch recht wenige Zeugnisse dieser Zeit existieren, obwohl die Stadt nie wieder militärisch angegriffen wurde. Weiter geht es über die Domstraße, die in den Domhof mündet und Ihr betretet, deutlich sichtbar an dem beginnenden Kopfsteinplaster, den sich anschließenden Parkanlagen und den kulturhistorisch bedeutsamsten Gebäuden, eine andere Welt, Teil des ehemaligen Mecklenburg, malerisch auf einer Landzunge gelegen! Den Auftakt macht das »A.-Paul-Weber-Museum« (Domhof 5), welches dem grafischen Werk, der Aquarelle und Gemälde des Künstlers gewidmet ist. Das Mitte des 17.Jh. in solidem Eichenfachwerk erbaute Haus erhielt im späten 18.Jh. eine klassizistische Putzfassade.


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Gleich nebenan (Domhof 12) befindet sich das »Kreismuseum des Herzogtum Lauenburg« (Foto) mit Sammlungen zur Stadt- und Kulturgeschichte, einst als Sommerresidenz im spätbarocken Stil für einen mecklenburgischen Herzog gebaut. Im Obergeschoss des bezaubernden dreiflügeligen Herrenhauses mit seiner sanft ansteigenden Auffahrtrampe, beeindruckt ein großer Rokokosaal mit reichen Stuckarbeiten, der zu den schönsten seiner Art in Schleswig-Holstein zählt. Hier finden Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt.
       Auf dem weiteren Weg zum Dom fällt die Kopie einer Löwenskulptur auf, sie verkörpert machtbewußt den Anspruch des Stadtgründers (1154) Heinrichs des Löwen, dem Herzog Sachsens, der von Braunschweig aus die Christianisierung nordöstlich der Elbe gewaltsam vorantrieb.
       Bevor Ihr nun den Dom erkundet, möchten wir Eure Aufmerksamkeit noch einmal auf die malerisch am steilen Westhang, gleich gegenüber des Westturms, gelegene ehemalige »Bischofsherberge« lenken. In der ersten Hälfte des 13.Jh. errichtet, vor etwa 350 Jahren letzmalig weitgehend erneuert, 2006 aufwändig denkmalgerecht saniert. Im Erdgeschoß befand sich Küche, darüber die Wohnräume des Bischofs.


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Der Ratzeburger Dom, eine der ältesten Backsteinkirchen Norddeutschlands, ist eine dreischiffige, kreuzförmige, gewölbte Pfeilerbasilika mit Chorquadrat und halbrunder Apsis. Nie zuvor wurden hier gebrannte Lehmziegel in solch monumentaler Art im Kirchenbau eingesetzt. Folgt nun der faszinierenden Choreografie, die die Baumeister vor fast 800 Jahren für die Besucher wirkungsvoll inszeniert haben und startet an dem reich verzierten romanischen Portal der südlichen Vorhalle. Im Dreiecksgiebel wurden mustergültig verschiedenste Dekorationmöglichkeiten des noch neuen Backsteinbaus zu reicher Schmuckwirkung kombiniert, wie etwa die große Blendrosette. Ihr betretet den jüngsten Raum des Domes, eine Kostbarkeit mittelalterlicher Backsteinarchitektur, er bildet Abschluß und Krone des gesamten Bauwerks. Das quadratische Innere ist überdeckt von vier spitzbogigen Kreuzgratgewölben über einen massiven Mittelpfeiler und allein schon größer als manch eine Dorfkirche, auf Schönste verziert, unter anderem mit grün glasierten Schmuckziegeln.
       Durch schwere Mauern geht es nun, die ursprünglich zwei Türme tragen sollten, (das Vorhaben ist später zugunsten eines massiven Turmes geändert worden) in das  südliche Seitenschiff um endlich, in der schattigen Turmhalle anzukommen. Perfekt ist die Lichtinszenierung im frühen Morgenlicht, wenn sich im Osten im Halbrund der Apsis der drei Rundbogenfenster dem aufgehenden Licht öffnet. Die durch Bögen verbundenen Pfeiler im Mittelschiff betonen den Charakter der romanischen Kirche: der Weg führt aus dem Dunkel ins strahlende Licht. Vollkommen gelungen, vielleicht bis auf die etwas unpassenden Granitbodenplatten, ist die romanische Rekonstruktion, die in verschiedenen Sanierungsphasen behutsam den ursprünglich schlichten Raumeindruck wiederherstellte. Das Langhaus (Foto) erstrahlt nun wieder in relativ einheitlicher Erscheinungsform im warmen Farbton des Backsteins, deutlich zu erkennen sind anhand unterschiedlich gebrannter Ziegelsteine verschiedenen Bauabschnitte. Darüber leuchtet das weiß verputzte Gewölbe. Das mächtige Triumphkreuz mit Christus, Maria und Johannes aus spätromanischer Zeit betont optisch diesen Weg zum Licht, auch wenn sie im Ausdruck ein wenig spröde wirken. Der qualitätsvolle barocke Altar, im üppig wuchernden Ornament beherrschten norddeutschen »Knorpelstil«, der sich jetzt im südlichen Querschiff befindet, wurde glücklicherweise, wie wir finden, durch den ursprünglichen gotischen Altar ersetzt. Achtet einmal auf das Chorgestühl, es ziert mit seinen ornamentalen Schnitzereien seit über 800 Jahre den Chor und ist in seinen ursprünglichen Teilen das älteste Norddeutschlands. Ein Brustbild des ersten evangelischen Predigers Georg Useler von 1576 schmückt die Renaissancekanzel mit reichem Schnitzwerk. Der Weg zurück durch das südliche Seitenschiff führt an der ursprünglichen »Katharinenkapelle« aus dem späten 14 Jh. vorbei, die 1637 zur Lauenburgischen »Kapelle« umgewidmet wurde.


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Das ehemalige Domkloster, das sich nördlich an die Kirche anschließt ist Mitte des 13.Jh. für das Prämonstratenserkonvent errichtet und Ende des 19.Jh. nicht sehr behutsam neugotisch überformt worden. Wer möchte, kann, vom nördlichen Seitenschiff abgehend, einen Blick in den Klostergarten werfen. Der östliche und nördliche Kreuzgang (Foto) sind noch weitgehend in ihrem ursprünglichen gotischen Zustand und unser nächstes Ziel. Beim Verlassen des Domes geht in östliche Richtung, dicht an der längstseitigen Kirchenfassade ein kleiner Pfad über den Friedhof, der zum »Patschengang« führt. Hinter der halbkreisförmigen Apsis gelangt Ihr zu einer Tür, die erst in den östlichen Kreuzgang führt, an den dann der Nördliche sich anschließt, an dessen Ende Ihr den Nordflügel des Domklosters wiederum durch eine Tür hinter Euch lasst. (Wer mehr über den Dom erfahren möchte: ratzeburgerdom.de)

      Über eine kleine Treppe gelangen Sie zum »Domhof« und wenden sich in südliche Richtung dem »Steintorhaus« zu, eines der ungewöhnlichsten Gebäude der Stadt. Es wurde um 1230 als Teil eines geschlossenen, verteidigungsfähigen Wohn- und Wirtschaftskomplex angelegt und diente in umgekehrter Richtung als Zufahrt zum ehemaligen Wirtschaftshof. Das zweigeschossige Giebelhaus am Fuß des Domhügels, das immer wieder umgebaut wurde, bezeugt hier am Nordgiebel eindrucksvoll den ursprünglichen Zustand. Durch den faszinierend langen tonnengewölbten Gang gelangen Sie wieder in den weltlichen Teil der Stadt. Im weiteren Verlauf geht es über den westlichen »Domhof« am ehemaligen »Offizialhaus Mecklenburgs« (Nr.41) vorbei, ein reichverziertes barockes Fachwerkhaus, das heute als »Kulturzentrum der Stiftung Mecklenburg« genutzt wird. Über die »Kleine Kreuzstraße« erreichen Sie an der Jugendherberge, den aussichtsreichen Uferweg, der zum Ausgangspunkt zurückführt.

R h e n a


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»Ora et labora« nach den Regeln des heiligen Benediktus. Dieses kleine reizvolle Städtchen im Radegasttal weist neben einem der bedeutendsten Klöstern Mecklenburgs des 14-15 Jahrhunderts eine Fülle weiterer Baudenkmäler aus, die in einem kurzweiligen Rundgang erkundet werden können. Die kleine Innenstadt mit ihren zahlreichen, meist schlichten, zweigeschossigen Fachwerkhäusern und die Klostergebäude wurden im Rahmen der Städtebauförderung aufwändigst saniert. (Start/Ziel: Markt, Dauer: reine Gehzeit etwa 20 Minuten. Landschaftlich reizvolle Anfahrt mit dem Rad oder, teilweise im Schritttempo, mit dem Auto: über den »Milchweg« nach Breesen, dann dem Mönch-Ernestus-Weg bis Nesow-Dorf folgen, hier geradeaus am »Kalkberg« vorbei nach Rhena. Anschließend empfiehlt sich ein gemütlicher Rundweg um den Wedendorfer See)

O U T D O O R A C T I V E


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Vom Markt führt eine Gasse zum Kirchplatz. Das Kloster. Hinter alten Linden erhebt sich der erstaunlich massige Westturm mit seinem beachtlichen romanischen Westportal und gibt den Blick frei auf eine Klosteranlage, von der bis heute viele Gebäude erhalten geblieben sind. Die Kirche des ehemaligen Benediktinerinnenklosters zählt zu den frühesten Zeugnissen der Backsteinarchitektur im nordwestlichen Mecklenburg. Der Mönch Ernestus aus dem Kloster Ratzeburg gründete hier um 1236 das Nonnenkloster nach den Regeln des heiligen Benediktus. Es setzten nun umfangreiche An- und Umbauarbeiten ein, 1254 wurde mit dem Bau des kreuzrippengewölbten Kreuzgang (Foto) zwischen Kirche und Kloster begonnen, von dem der Westliche heute leider nicht mehr existiert. Das Kirchenschiff der ursprünglich romanische Kirche wurde deutlich erhöht, um einen zweijochigen Chor erweitert. An der Nordseite der Kirche entstanden Seitenkapellen. Auch der Turm wurde entsprechend erhöht. Adlige Familien aus dem Umland aber auch wohlhabende Lübecker Bürger stifteten dem Kloster umfangreiche Ländereien, nicht selten waren Töchter aus diesen Familien Nonnen im Kloster, mitunter auch Priorinnen. Im Jahr 1319 wird es erstmals als Kloster des Prämonstratenserordens erwähnt, aus dieser Zeit (1330-40) stammen auch, an der Südwand des Kirchenschiffes, die Reste hochgotischer Wandmalereien, die stilistisch eng verwandt sind mit denen der Lübecker Marienkirche. Zwischen dem sogenannten »Langem Haus« und dem Kreuzgang befindet sich der bedeutendste Raum, das um 1425 fertiggestellte Gästerefektorium mit Kreuzrippengewölben, achtseitigen schlanken Säulen, kostbaren Wandkonsolen mit halbfigürlichen Darstellungen und wappentragenden Gewölbeschlusssteinen. Die umfangreichen Gebäude vermitteln einen guten Eindruck von Bedeutung des Klosters, dessen Blütezeit im 15. Jahrhundert erreicht war. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1552 aufgelöst.
        Beim Rundgang durch den, bis zum Mühlenteich reichenden, rekonstruierten Klostergarten mit seinen zahllosen Heil-, Duft- und Symbolpflanzen, einzigartig in dieser Form in Mecklenburg-Vorpommern, wähnt man, beim heimlichen Riechen an einer duftenden Beetrose des Hildegard-von-Bingen-Gartens fast den wohlwollenden Blick der Äbtissin.


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Ihr erreicht vom Klostergarten nun über eine kurze Birkenallee die Mühlenstraße, der Ihr zum Markt folgen. Ein Blick auf die Baudenkmalliste lässt vermuten, dass sich eigentlich die gesamte Straßenbebauung nebst Belag in den letzten Jahrhunderten kaum verändert hat! Ihr passiert das ehemalige Pfarrhaus, Nr. 11-13 und gelangt an der Nr.1 zum bedeutendsten und repräsentativsten Haus der Mühlenstraße, dem Alten Rathaus ein ursprünglich als Kornspeicher im 17. Jahrhundert angelegtes Fachwerkgebäude. Später wurde die dreigeschossige Fassade dann verputzt und erhielt mit seinem Segmentgiebel mit den zwei Fenstern, der mittigen Uhr, dem Laternenturm mit Glocke und der Windrose seine bis heute heiter-würdevolle Erscheinung, bot neben Räume für Bürgermeister und Ratsherren auch Gefängniszellen auf dem Dachboden. (Foto)


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Wenn Ihr nun der »Hinterstraße« mit ihren teilweise kurios verwinkelten schlichten Fachwerkhäusern bis zu ihrem Ende folgt, links in die Gletzower Straße abbiegt erreicht Ihr das »Deutsche Haus« (Foto), nicht nur eines der ältesten Häuser Rehnas, sondern auch eines der ungewöhnlichsten Fachwerkbauten in Norddeutschland! Der ursprüngliche Kern, recht gut zu erkennen, besteht aus einem zweistöckigen Fachwerkbau aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, der einst mit Reet gedeckt war. Das Haus ist erstmals 1520 Herberge für den aus Lübeck durchreisenden »Martensmann«, der alljährlich auf dem Weg nach Schwerin am Martinstag ein Fass Wein im Gepäck hat,  gedacht als wohlwollende, freundliche Geste den Mecklenburger Fürsten gegenüber.
       Heute werden einzelne Räume für Dauerausstellungen zur Trachtentradition und zum Schuhmacherhandwerk in Rehna und Umgebung genutzt. Am »Tag des offenen Denkmals«, zum »Martensmannfest« sowie auf Anfrage finden Führungen statt.
       Im weiteren Verlauf der Gletzower Straße gelangt Ihr rasch zum Startpunkt. Vielleicht lohnt noch ein kurzer Abstecher in die rechts abbiegende Bülower Straße mit seinen hübschen alten, unter Denkmalschutz stehenden Wohnhäusern (Nr.1-3, 5-8, 14, 16, 20, 22).

Z a r r e n t i n


Vom »Ort des Schwarzen« zur »Himmelpforte«. Wer die Zisterzienserinnen nicht ein wenig um die sensationelle Lage ihres Klosters beneidet, hier am Steilhang oberhalb des Schaalsees, dem ist nicht zu helfen. Mehr See(blick) geht nicht! Startet unseren persönlichen »Nonnenweg« am »Pahlhuus«, dem Informationszentrum des Biosphärenreservats Schaalsee, und nähert Euch im Flaniermodus längst des Uferweges dem Kloster, den seeseitigen Ostflügel und die Klosterkirche stets vor Augen und umrundet anschließend noch, mit Gottes Segen, den Kirchensee. (Start/Ziel: Parkplatz unterhalb vom Informationszentrum des Biosphärenreservats Schaalsee »Pahlhuus«, Dauer: reine Gehzeit etwa 120 Minuten)

 

Unterhalb des Informationszentrums geht es, der Beschilderung des »Moorlehrpfades« folgend, über Plankenwege in ein ursprüngliches Feuchtgebiet des Kalkmoores. Verschiedene Infotafeln geben Auskunft über Entstehung, Nutzung, Flora und Fauna des Biotops. Am Ende des informativen Lehrpfades passiert Ihr das Strandbad und folgt westwärts entlang des Uferweges mit großartigem Blick über den großflächigen südlichen Teil des Schaalsees.

O U T D O O R A C T I V E


Das Kloster. Auf der ehemaligen slawischen Siedlung »Zarnethin«, hier wahrscheinlich Kultstätte, die übersetzt etwa »Ort des Bösen« oder »Ort des Schwarzen« benannt wurde, siedeln sich nach deren Vertreibung deutsche Bauern aus westlichen Nachbargebieten Mitte des 12. Jh. hier an, es gehört anfänglich zum Bistum Ratzeburg, später fällt der Ort an die Grafschaft Schwerin. 1246 ist das Gründungsjahr des Zisterzienserinnenklosters, Papst Alexander IV. nannte es dann in einem Schutzbrief »Himmelpforte«. Es war den Töchtern der mecklenburgischen Fürsten und des Adels sowie Lübecker Patrizierfamilien vorbehalten, es unterhielt klostereigenen Mühlen, eine Klosterbrauerei, betrieb Küchen- und Obstgärten, wirkte als Bildungs- und Erziehungsstätte.
Ursprünglich bildete die Klosteranlage zusammen mit der Kirche ein geschlossenes, Rechteck mit einem vierseitigen Kreuzgang um den Innenhof, der als Nonnenfriedhof diente. Das Kloster wurde 1552 aufgelöst.
       Erhalten blieb bis heute der Ostflügel, dessen Längsseite parallel zum Ufer des Schaalsees verläuft. Es beherbergte das Refektorium (Speisesaal), der neben Kirche und Kapitelsaal zu den wichtigsten Räumen des Klosters gehörte. Architektonisch besonders interessant sind die kunstvoll gestalteten gotischen Kreuzrippengewölbe des Erdgeschosses, der Kreuzgang (heute Dauerausstellung zur Geschichte des Kloster) und der nachträglich eingebaute Barocksaal im Obergeschoss, alles heute denkmalgerecht liebevollst restauriert. Die Nonnen hätten ihre Freude daran! (Veranstaltungen, Führungen, Öffnungszeiten unter: www.kloster-zarrentin.de)


Die Kirche. Als romanische Feldstein- und Backsteinkirche im Bistum Ratzeburg in der ersten Hälfte des 13. Jahrhundert als Dorfkirche erbaut, dann als Klosterkirche schrittweise vergrößert. Um 1300 wurde der Chor mit Backsteinmauerwerk erhöht, dann 1460 das Langhaus (langgestreckter Hauptraum) unter Verwendung von Teilen der alten Kirche mit Ablassmitteln aus Backsteinen errichtet. Ein steiles Satteldach schließt die Kirche. Obwohl im Turm Teile aus dem 13. Jh. enthalten sind wurde das Obergeschoss des Westturms erst im 18. Jh., bestehend aus einer Fachwerkkonstruktion, die an der Westseite mit Brettern verschalt ist, fertiggestellt. Der kleine, quadratische Uhren-Turmaufsatz wurde durch einen achteckigen Turmhelm abgeschlossen.
       Erfreut Euch im Innenraum an der vorzüglich gearbeiteten hölzernen Kanzel aus der Werkstatt Benedikt Dreyers von 1533/34, es ist eines der ältesten und bedeutendsten (Bild)Werke der Reformationszeit in Norddeutschland, in Auftrag gegeben für die berühmte Lübecker Marienkirche, fand sie 1699 Eingang in die vergleichsweise sehr kleine Zarrentiner Pfarrkirche.
Wenn Ihr nun zum Uferweg zurückkehren und in nördliche Richtung geht, erreicht Ihr bald, unter dem schützenden Dach einer romantischen Lindenallee erste einen Beobachtungsstand (Ausblick!) dann eine hölzernen Brücke (Rundumblick!) zwischen Schaalsee und Kirchensee die im weiteren Verlauf durch eine  zum Naturschutzgebiet Strangen führt. An dessen Ende, hinter dem Parkplatz geht es an der Südseite des Kirchensees zum Kloster zurück. Entscheidet nun, ob Ihr den selben Uferweg wieder zum Ausgangpunkt zurückkehrt, oder ob Ihr den Weg  über die »Klostertwiete« und der »Amtsstraße«, mit seinen schlichten Fachwerk- und Backsteinhäusern aus dem 18.-19. Jh. wählt.

M ö l l n


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Lübecks wertvollster Pfand. Wenn Ihr schon immer einmal in das Ideal einer norddeutschen Kleinstadt eintauchen wollten – dies ist Eure Chance. Möllns Altstadt zeigt noch eindrucksvoll, begünstigt durch ihre Halbinsellage und landschaftlich reizvoll eingebettet in der »Möllner Seenplatte«, den bis heute nahezu unveränderten Aufbau einer mittelalterlichen Kleinstadt. Die spätromanische Nicolaikirche, das schmucke repräsentative Rathaus, übrigens neben dem berühmten Lübecker Rathaus das einzige gotische Rathaus in ganz Schleswig-Holstein, und die vielen stolzen Bürgerhäuser geben einen sichtbaren Eindruck des einstigen Reichtums, der sich auf die strategisch wichtige Lage in dem Salzhandel zwischen Lüneburg und Lübeck begründet. Unter einer drei Jahrhunderte andauernden Pfandherrschaft Lübecks erfuhr sie eine wirtschaftliche sowie kulturelle Blütezeit.  (Start/Ziel: Parkplatz gegenüber der nördlichen Altstadt am Schulsee)

O U T D O O R A C T I V E


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Beginnt diesen Stadtrundgang durch die historische Altstadt am ehemaligen »Stadthauptmannhof«, einem prachtvollen Gebäudekomplex aus der Renaissance, das hinter dem straßenseitigen Wohnhaus des Lübecker Vogtes (Stadthauptmann) auch ein stattliches Gästehaus (Foto) für die Lübecker Ratsherren bereithielt, gut zu erkennen an dem L-förmigen Grundriss und den zwei lübischen Wappenmedallions aus Muschelkalk. Die aufstrebende Hansestadt Lübeck, wichtigster Handelsplatz im gesamten Ostseeraum, pflegte seit dem 12.Jh. über die »Alte Salzstraße« zu der Hansestadt Lüneburg einen intensiven Salzhandel – Salz, das etwa zur Konservierung von Hering in großem Umfang benötigt wurde. Um den Transport des »Weißen Goldes« logistisch auszubauen begannen im Jahre 1391 dann die Arbeiten zu einem wahrhaft kühnen Bauprojekt, dem 97 km langen »Stecknitzkanal«. Er überwand die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee, und damit einen Höhenunterschied von 18 m und nutzte die natürlichen Flussläufe der nach Süden fließenden »Delvenau«, die bei Lauenburg in die Elbe mündet und der nach Norden fließenden »Stecknitz«, die in die Trave mündet. Zwischen den beiden Flussläufen wurde ein 11,5 km langer Kanal gegraben! Über 3.000 Schiffsladungen mit mehr als 30.000 Tonnen Salz pro Jahr wurden im 15. Jh. auf dem Kanal bewegt. Dieser Kanal, der im 19. Jh. Zum »Elbe-Lübeck-Kanal« ausgebaut wurde, führte durch Mölln und bescherte der Stadt einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung.

      Das zeigt sich eindrucksvoll an dem zweistöckigen Hauptgebäude des »Stadthauptmannhof« das über ein sehr hohes, repräsentativ angelegtes Erdgeschoss verfügt, das von dem auffallend niedrigeren Obergeschoss durch einen Ziegelfries abgesetzt ist. Heute befindet sich hier der Sitz der »Stiftung Herzogtum Lauenburg« und dient als Kulturzentrum. Aber auch die beiden weitern Gebäuden, die den Platz begrenzen verdienen eine löbliche Erwähnung: zum einen das eingeschossige Fachwerkreihenhaus mit drei Erkern aus dem späten 18. Jh. und die ehemalige Schule von 1860, ein breiter Putzbau im Rundbogenstil.

       Über den »Mühlengang« gelangt Ihr zu dem »Mühlenplatz«, dem mittelalterlichen Standort der ehemaligen Stadtmühle, seit 1864 befindet sie sich in einem massiven dreigeschossigen Rotziegelbau.  

       An dem denkmalgeschützten eingeschossigem Eckhaus, um 1558 errichtet, biegt Ihr in die »Mühlenstraße« ein, der Ihr bis zum Ende folgt. Im November 1992 starben hier (Nr.9) bei einem von Neonazis verübten und weltweit Entsetzten auslösenden, Brandanschlag drei Türkinnen. Heute befindet sich hier ein deutsch-türkische Begegnungsstätte.

      An der »Wallstraße« verlasst Ihr die »Mühlenstraße«, quert die »Hauptstraße« und erreicht die »Seestraße«, biegt an dem ehemaligen »Heilig-Geist-Hospital« in der »Grubenstraße« bis zur »Hauptstraße«, von der wiederum die »Marktstraße« abgeht. An der Bebauung Möllns lässt sich noch gut, wenngleich vielfach erneuert, die mittelalterliche  Sozialstruktur erkennen: Giebelhäuser der Kaufleute am Markt und an der Hauptstraße, kleinere Giebelhäuser der Handwerker an den Seitenstraßen und Traufenhäuser der unteren Schichten an den Randstraßen.


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Durch die »Marktstraße« (Foto) kommend, bietet sich nun ein Anblick, für den es sich schon allein lohnen würde, dieses alte Städtchen zu besuchen: gesäumt von historischen Bürgerhäuser aus verschiedenen Epochen (besonders sehenswert: die ehemalige Apotheke, ein zweigeschossiges Fachwerk-Giebelhaus mit Krüppelwalmdach, Anfang des 17. Jh. errichtet. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie lebte um 1800 mit seiner Familie hier in der Marktstraße 14) wird der Blick gelenkt auf den stufigen Südgiebel mit seinen Spitzbogenblenden des backsteingotischen Rathauses und dahinter, den auf einer Anhöhe thronenden Westturm der Nicolaikirche, beides stolze Zeugnisse der wirtschaftlichen Blüte unter dem Einfluss Lübecks. Umkreist nun den freistehenden Baukörper, der sich an seinen Traufseiten zwischen dem Markt und dem tiefer gelegenen Ziegenmarkt schiebt und sich mit seiner nördliche Giebelseite so an den Kirchhügel schmiegt, dass der im Obergeschoss gelegene Ratssaal unmittelbar vom Kirchhof betreten werden konnte. Dieser prächtige, reich ausgestaltete Treppengiebel weist somit auf die einst enge Beziehung zwischen Rat und Kirche hin und ist mit seinen glasierten Ziegeln bis heute in seinem Urzustand von 1373. Zum Markt hin wurde 1475 ein nach drei Seiten offener Vorbau angebaut, der die Gerichtslaube enthält. Dieser Vorbau ist zum Markt mit einem gotischen Stufengiebel verblendet, vor dem die große Freitreppe zum höher gelegenen Kirchhof der alles beherrschenden Nicolaikirche führt. Das Rathaus wird heute als »Stadtmuseum« genutzt, die spannende Geschichte der Stadt ist hier anschaulich aufbereitet.

       Von der zur Kirche führende Treppenaufgang bietet sich nun, einmal umdrehen und Staunen bitte, ein Anblick auf den unterhalb liegenden ...


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... Marktplatz (Foto), der sich in seiner Gestalt in den letzten Jahrhunderten nur unwesentlich verändert hat, beinahe alle Gebäude (Am Markt 1-12) sind als Kulturdenkmale gelistet, die ältesten teilweise über 500 Jahre alt, selbst die alte Kopfsteinpflasterung existiert noch! Besondere Aufmerksamkeit verdienen eigentlich alle Bürgerhäuser, wir möchten uns auf zwei herausragende beschränken: das stattliche Eckhaus (Am Markt 1), ein reizender zweigeschossiger Fachwerkbau von 1632 mit einem vorstehenden Holzbalken im niedrigen Obergeschoss und das reich verzierte Fachwerk-Dielenhaus (Am Markt 2) von 1582 mit auffallend hübschen, geschnitzten Halbkreisrosetten, beherbergt heute ein Museum, das dem bekanntesten Narren der Stadt gewidmet ist. Till Eulenspiegel ist hier in Mölln wohl 1350 gestorben. Zu Lebzeiten nur äußerlich ein Narr, war er tatsächlich seinen Mitmenschen an Geisteskraft, Durchblick und Witz überlegen. Seine Streiche ergaben sich meist daraus, dass er eine bildliche Redewendung wörtlich nahm um damit die Unzulänglichkeiten seiner Mitmenschen bloßzustellen und die Missstände seiner Zeit aufzudecken.


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Die Entstehungsgeschichte der hoch über der mittelalterlichen Stadt auf dem Eichberg liegende spätromanische St.-Nicolai-Kirche birgt einige bis heute ungeklärte Geheimnisse. Der in seiner beachtlichen Größe an den Ratzeburger Dom erinnernden Chor, der bereits um 1200 begonnen wurde, lässt darauf schließen, dass das Langhaus zunächst erheblich größer, vielleicht sogar mit einem Querhaus geplant war, dann aber verkleinert und bis zum Ende des Jahrhunderts als dreischiffige Pfeilerbasilika errichtet wurde. Der Innenraum hatte mit Ausnahme der verputzten Gewölbe ursprünglich ziegelrote Wände, im Chor so wieder hergestellt. Hier sind im Chorgewölbe sogar noch Malereien aus dem 13. Jh. erhalten, in Zweikampfszenen zu sehen sind unverkennbar Ritter, Löwe, Drache, Hirsch und Hund als Allegorien des kämpfenden Christentums. In der zweiten Hälfte des 15. Jh. erhielt die Kirche dann unter dem Einfluss Lübecks bedeutende Umbauten: das Südschiff (Foto) wurde gotisch erweitert, östlich an dieses die heutige Taufkapelle und die ursprünglich doppelstöckige Sakristei angebaut. An vielen qualitätsvollen Arbeiten der Innenausstattung waren bedeutende Lübecker Werkstätten beteiligt, uns begeistert immer wieder das, von drei filigran ausgeführten Engeln getragene, Taufbecken von 1509, ein herrlicher Marienverkündigungsleuchter im Südschiff hängend oder das ausdrucksstarke lebensgroße Abbild des gekreuzigten Jesus zwischen Langhaus und Chor. Auch statteten etwa Lübsche (Lübecker) Schreiner einigen Repräsentanten der Stadt oder verschiedenen Zünfte mit ihrem eigenen Gestühl aus: so lassen sich ein Stuhl des Lübecker Stadthauptmanns (Mitteljoch des Südschiffes), ein Bürgermeisterstuhl (südl. des Turmbogens), zwei Ratsherrenstühle (Chor), ein Stecknitzfahrerstuhl (Westjoch des Südschiffs) sowie Stühle der Feuergreven (Feuerwehr, Ostjoch des Nordschiffes) und der Weber (gegenüber im Südschiff) bestaunen. Selbst eine reich beschnitzte Totenbahre von 1705 gibt es zu entdecken, wir verraten hier jetzt nicht wo – gefunden?


Quellen: Wikipedia, Dehio, offizielle Stadtportale


E I N S T I M M E N

W E D E N D O R F E R  S E E

Wer möchte, kann anschließend noch den gemütlichen Rundweg um den nahen Wedendorfer See mit seinem bezaubernden Schloss gehen, schöne Anfahrt mit dem Auto über Neu Güstow, Stresdorf und Köchelstorf

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Kirche St. Jakob und St. Dionysius

Wer Veranstaltungen, Konzerte, Führungen: www.kirche-gadebusch-fv.de

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C A F É

Gleich unterhalb vom Turm des Doms, in der ehemaligen Bischofsherberge, dem mit fast 800 Jahren ältesten Wohngebäude Schleswig-Holsteins außerhalb Lübecks, das seine letzten größeren Umbauten 1653 erfuhr, betreibt die Diakonie Freitags bis Sonntags ein überaus charmantes Café, in dem hausgebackene Kuchen und Torten angeboten werden, die auch auf der Terasse serviert werden!

P I L G E R W A N D E R U N G

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Dreitägige Etappenwanderung von Kloster zu Kloster in schönster Natur auf dem einsamsten und  reizvollsten Teil des Klosterdreieck-Wanderwegs, mit Basisstation im Heuhostel oder dem B&B! Auch als Geschenkgutschein zum selber Ausdrucken.

K L O S T E R V E R E I N

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Der sehr engagierte Klosterverein organisiert in dieser großartigen Kulisse das kleine Kulturfestival »Musiktheater im Nonnengarten«, betreut wechselnde Ausstellungen im Kreuzgang sowie das alle zwei Jahre stattfindende Klosterfest. Fragt in der Kloster- und Stadtinformation (Foto) nach Führungen

E R L E B E N

W E D E N D O R F E R  S E E

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Wer schon mal in Rhena ist, sollte noch den gemütlichen Rundweg um den nahen Wedendorfer See mit seinem bezaubernden Schloss gehen. Es lohnt sich!

S C H A A L S E E M A R K T

Jeden 1. Sonntag im Monat von April - November bieten regionale Erzeuger der Schaalseeregion ihre biologischen Produkte am »Pahlhuus« an, ansonsten findet Ihr im »Regionalwarenladen« in der Hauptstraße 15 ein ähnlich gutes Sortiment

E R L E B E N

H E L L B E R G T A L

Kombiniert diese Tour mit einem überaus lohnenswerten Spaziergang durch das nahe, ursprüngliche Hellbachtal, nirgends in der Region findet sich eine derartige Vielfalt an unterschiedlichen Gewässertypen, nirgends wird man so reich belohnt mit herrlichen Ausblicken in ein mooriges Wiesental mit großflächigem Röhricht!

 

 

Darüber hinaus lockt das nahe Naturparkzentrum Uhlenkolk mit seinem Wildpark, der rund 30 heimischen Tierarten eine naturnahe Heimat bietet. Auf 22 Hektar Fläche, mit einer der ursprünglichsten Vegetationen Schleswig-Holsteins, lässt sich im Naturerlebnispfad etwa der Frage nachgehen, warum Totholz so viel Leben in sich trägt.

 

 

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